Goethes Märchen - der Fährmann
Kerstin Schmolmüller
1795 erschien vor dem historischen Hintergrund der Französischen Revolution (1789–1799) das Märchen von der grünen Schlange und der weißen Lilie. Es bildete als Kunstmärchen den letzten Beitrag zu Goethes Novellenzyklus „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“ in Prosaerzählung und sieben Kapiteln.
Diese Erzählungen wurden sukzessive in Schillers Zeitschrift „Die Horen“ veröffentlicht und bestehen aus einer Rahmenhandlung und sechs kurzen Erzählungen, von denen das Märchen der letzte Beitrag des Erzählers ist und seinen Zuhörern mit folgenden rätselhaften Worten angekündigt wird: „Diesen Abend verspreche ich Ihnen ein Märchen, durch das Sie an nichts und an alles erinnert werden sollen.“
Diese Ankündigung hat bis heute nichts von ihrem Geheimnis verloren. Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832) – Dichter und Naturforscher Johann Wolfgang von Goethe wurde 1749 in Frankfurt am Main geboren und starb im Alter von 82 Jahren in Weimar 1832. Wir kennen ihn als brillanten Dichter, genialen Naturforscher und angesehenen Universalgelehrten. Auch Rudolf Steiner war mit Goethe aufs engste verbunden.
Von 1884 bis 1897 wurde Steiner mit der Herausgabe von Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften am Goethe-Schiller-Archiv in Weimar betraut. Goethes Werke sollten ihn ein Leben lang begleiten. Neben Goethes Faust gehört sein Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie zu den Werken, über die Rudolf Steiner in seinen Vorträgen immer wieder sprach. Dieses Märchen war für Rudolf Steiner so bedeutend, dass er es als Grundlage für seine berühmten Mysteriendramen nahm.
Die Künstlerin Kerstin Schmolmüller hat die märchenhaften Bilder für die modern erzählte Bilderreise zu GOETHES MÄRCHEN von der grünen Schlange und der grünen Lilie, einem Buch von Roswitha Merazzi, gemalt.








